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10.02.2010

Boris Leonidowitsch Pasternak (*10.2.1880–†30.5.1960)

Boris Leonidowitsch (Leonidovich) Pasternak (*10.2.1880 – †30.5.1960) wurde am 10. Februar 1890 als Sohn des impressionistischen Malers Leonid Pasternak und der Pianistin Rosa Kaufmann in Moskau geboren. Pasternak war von Kindheit an mit dem Künstlermilieu vertraut. Sein Vater Leonid Pasternak hatte Kontakt zu zahlreichen russischen und ausländischen Malern und Schriftstellern. Pasternak studierte Musik, Jura und Philosophie in Russland (Moskau) und in Deutschland (Marburg). Ehe sich Boris der Dichtung zuwandte, studierte er Komposition bei Skrjabin.

Seine schriftstellerische Laufbahn begann er 1912 als Lyriker unter symbolistischem und futuristischem Einfluss. In den zwanziger Jahren galt er neben Alexander Blok, Majakowski und Jessenin als der bedeutendste moderne Lyriker Russlands.

Pasternak schrieb vor allem Gedichte, machte sich aber auch mit Übersetzungen u. a. von Shakespeare und Goethe einen Namen. Boris Pasternak hatte als Kind Rainer Maria Rilke im Hause seiner Eltern kennengelernt. Es entstand ein Briefwechsel. Später übersetzte Boris Pasternak in hervorragender Weise Gedichte von Rainer Maria Rilke, aber auch von Johann Wolfgang von Goethe vom Deutschen ins Russische und die Werke von Shakespeare vom Englischen ins Russische. Seine Techniken zum Schreiben sind hochkompliziert und er beobacht messerscharf die Umgebung und die Gegenstände. Er hatte die Gabe, seine Empfindungen nuanciert und eindringlich wiederzugeben. Schon 1946 wurde sein Werk von der sowjetischen Führung scharf kritisiert.

1958 wurde Boris Pasternak der Nobelpreis für Literatur zuerkannt. Er musste ihn ablehnen. Erst im Jahre 1988 durfte der Roman "Doktor Schiwago" in der UDSSR veröffentlicht werden. Bis zu seinem Lebensende war Boris Pasternak in seiner Heimat ein Verfemter. Boris Leonidowitsch (Leonidovich) Pasternak starb in Peredelkino bei Moskau am 30. Mai 1960.