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06.12.2009

"Pille danach": Bald ohne Rezept erhältlich

Bis heute sind in Westeuropa neben Österreich nur noch  Irland, Italien und Deutschland so rückständig, die "Pille danach" noch rezeptpflichtig zu halten. Das will Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) nun so schnell wie möglich ändern. Notfalls auch im Alleingang.

ÖVP-FPÖ-Front gegen die Frauen. Der Vorarlberger Gesundheitslandesrat Markus Wallner (ÖVP) schließt sich der blamablen Laien-Haltung der Egger-FPÖ an und fordert gar noch eine frauendiskriminierende Abtreibungsstatistik. Die SPÖ-Gesundheitssprecherin und Ärztin Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger kärt dagegen diesen konservativen Männerklüngel auf: Die "Pille danach" wirke wie die Kupferspirale - besonders früher ein häufiges Verhütungsmittel und hält Stögers Alleingang für vernünftig und mutig.

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). Stöger will die "Pille danach" auch dann rezeptfrei machen, wenn kein Pharmaunternehmen dafür einen Antrag stellt. Genau danach sieht es aus, denn weder  die Pharmafirmen Kwizda noch Sanova wollen sich für ihre beiden auf dem österreichischen Markt verfügbaren Produkte mit identem Wirkstoff angeblich um Befreiung bemühen.