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25.06.2009

Wie baut man ein "ortsübliches" Minarett? II

Vor etwa einem Dreivierteljahr führte des Hohenemser Jüdische Museum eine viel beachtete Veranstaltung unter dem Titel "Wie baut man ein "ortsübliches" Minarett?" durch. Nun gibt es "Nachschlag" für die Informationshungrigen:

Donnerstag, 25. Juni 2009, 20.00 Uhr
Wie baut man ein "ortsübliches" Minarett? II.
z.B. in den Vereinigten Staaten von Amerika
Zwischen Gebetsstätte und Kulturzentrum: Vielfalt der Moscheenarchitektur in den U.S.A.
Ein Vortrag mit Lichtbildern von Azra Aksamija / Architekturhistorikerin und Künstlerin, Linz/Cambridge, Massachusetts

Donnerstag, 25. Juni 2009, 20.00 Uhr
Salomon-Sulzer-Saal in der ehemaligen Synagoge Hohenems
Schweizer Straße 21, 6845 Hohenems
Eintritt frei

Es gibt Länder mit mehrheitlich christlicher Bevölkerung, die einen entspannten Umgang mit religiösen Minderheiten leben – oder zumindest versuchen ein produktives Zusammenleben zu erleichtern, bei allen Konflikten, die zum Alltag dazu gehören.

Amerika. In den USA leben heute mehr als 2,3 Millionen Muslime. Auch wenn die Konflikte im Nahen Osten – und die US-Außenpolitik – immer wieder auch in den Alltag der amerikanischen Gesellschaft hineinwirken, die Religionsfreiheit und die Trennung von Kirche und Staat werden nicht in Frage gestellt. Jenseits der Realitäten sozialer Gegensätze und populärer Ressentiments, von christlichen und islamischen Fundamentalismen, hat sich ein großer Spielraum für gesellschaftliche Teilnahme eröffnet. Das spiegelt sich wider in selbstverständlicher Ausformulierung von öffentlich sichtbaren religiösen Gebets- und Gemeindebauten islamischer Organisationen. Das Spektrum der Moscheenbauten reicht dabei von orientalistischem Retro-Stil bis zu dezidiert zeitgenössischem Bauen, auch mit besonderen Anklängen an regionale Bauweisen.

Azra Aksamija, österreichische Architekturhistorikerin und Künstlerin, wurde 1976 in Sarajevo geboren und lebt heute in Linz und Cambridge, Massachusetts. Seit 2004 forscht sie im Department für Architektur / Aga Khan Program für Islamische Architektur am MIT in Cambridge. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem ausgestellt bei der Generali Foundation in Wien (2002), Sculpture Center New York (2006), Secession Wien (2007) und auf der Manifesta 7 (2008). 2008 leitete sie im Rahmen der vai Studien- und Festwochen von Antipodium einen workshop zum Thema "Our others".

Eine Veranstaltung von

INKA Institut für Interkulturelle Angelegenheiten, Dornbirn
Jüdisches Museum Hohenems
okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration, Dornbirn
v a i vorarlberger architektur institut, Dornbirn


Unterstützt durch die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, Wien