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25.07.2009

Skandal: Vorarlbergs Schulen lassen am meisten Schüler durchfallen!

Im Schnitt aller neun Bundesländer schafften heuer 9,1 Prozent der rund 40.000 Matura-Aspiranten die Reifeprüfung nicht auf Anhieb. Die meisten Schüler hat man mit 11,6 Prozent ausgerechnet in Vorarlberg durchfallen lassen, wo die Zahl der Maturanten auch schon so viel zu klein ist.

Vorarlberg im letzten Waggon. Von 1.806 zur Matura angetretenen Jugendlichen haben in vorarlberg nur 1.602 im ersten Anlauf bestanden. Wie sehr die Matura in Vorarlberg kein Bildungssystem sondern ein Behinderungssystem ist, das zeigt der Umstand, dass man in den "elitäreren" AHS gar 16 Prozent hat durchfallen lassen, während man bei den Berufsbildenden Höheren Schulen "nur" eine Durchfallerquote von sieben Prozent verzeichnete.

Vorarlbergs Buben ohne Chancen? Sie sind besonders durch die ÖVP-Schulpolitik benachteiligt. Buben haben in der Steiermark die höchste Reifeprüfungsquote (38,4), gefolgt von Kärnten (36,4), Niederösterreich (35,6), dem Burgenland (35,1) und Wien (31,2). In Salzburg, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg liegt sie bei unter 30 Prozent, Schlusslicht sind die beiden westlichsten Bundesländer mit rund 26 Prozent. Bei den Mädchen machen hingegen in allen Bundesländern über 40 Prozent die Matura. In Kärnten bzw. dem Burgenland sind es sogar mehr als die Hälfte (55,5 bzw. 52,9), knapp weniger sind es in Niederösterreich (49,8) und der Steiermark (47,3). Während nach Schultypen an den AHS die Mädchen dominieren (59,7), sind an den Berufsschulen die Buben in der Mehrheit (62,4).